Samstag, 5. März 2011

Mal wieder Brisbane

Gestern bin ich in Alice Springs losgeflogen und bin nun mal wieder in Brisbane angekommen. 
Am Flughafen in Alice hatte ich sehr viel Zeit, weil wir mal wieder eine Zeitverschiebung verpennt haben und eine Stunde zu früh da waren. Aber dann hatten wir immerhin genug Zeit zum duschen (nach mal wieder 3 Tagen).
Der Flug war easy und es gab sogar sandwiches, tea und schoki :). Am Flughafen in Brisbane kenne ich mich ja inzwischen aus und habe mir eein Shuttelbus zum Hostel genommen, totmüde ins Bett gefallen und meinen Bus für heute gebucht. Ich hab noch paar Kilometer übrig und habe beschlossen zum Surfen noch 3 Tage nach Noosa zu fahren. Am Dienstag komme ich dann wieder nach Brisbane zurück, kündige am Mittwoch mein Bankkonto, Simkarte, Internet, und so und versuche meine Steuern zurückzubekommen, die ich beim arbeiten zahlen musste. 
Und dann fliege ich ja schon heim und komme am Freitag Mittags in Frankfurt an :)
Bis dennsen :)

Mittwoch, 2. März 2011

Adelaide to Alice Springs - 2000 km

Wir haben es geschafft und sind in Alice angekommen. Alice Springs ist das Zentrum Australiens und mit 30 000 Einwohnern sehr groß für eine Stadt im Outback.
Die ersten 3 Tage sind wir nur gefahren, weil wir nur 500km am Tag schaffen.



Das war eher öde, denn auf dem Weg gab es nichts außer eine sehenswerte "Stadt", die unter der erste gebaut ist. Das machen die, weil es im Winter unerträglich kalt und im Sommer knalle heiß ist. Man fährt oberhalb der Erde auf den Straße, aber Restaurants, Supermärkte, Kirchen und Häuser liegen unterhalb. Wir haben uns das ganz besonders toll vorgestellt, aber im Endeffekt ist das eben wie eine Tiefgarage in Deutschland, nur sowas kennen die hier eben nicht, die haben ja nichtmal Keller ^^.
Am dritten Tag sind wir dann Abends rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Uluru anngekommen.

(Der Uluṟu, auch Ayers Rock ist ein an der Oberfläche befindlicher Teil einer großen unterirdischen Gesteinsschicht in der zentralaustralischen Wüsteim Northern Territory. Er befindet sich in einem 170.000 km² großenSedimentbecken, dem Amadeus-Becken. Der Uluṟu wird von zahlreichen Touristen aufgesucht und um ihn ranken mythische Legenden der Aborigines, dass alle Traumzeitreisen dort enden bzw. dorthinführen)



Die oberen zwei Bilder sehen zwar schön aus, entsprechen aber nicht der Wahrheit, denn von Oktober bis Mai haben die hier eine Fliegenplage und ohne Hut und Fliegennetz wird man nahezu verrückt!
Man schläft mit ihnen ein und wacht mit noch mehr auf, Zähneputzen zum Beispiel geht nur während man tanzt oder unterm Netz und essen macht echt keinen Spaß.

Am nächsten Morgen um 6 Uhr waren wir wieder dort und haben auf den Sonnenaufgang gewartet. Tagsüber haben wir bei 39°C eine  11km Wanderung um den Berg gemacht.

Von nahem wirkt das Gestein noch eindrucksvoller!

Dann waren wir noch bei den Olgas

(Die Kata Tjuṯa (die Olgas) sind eine Gruppe von 36 Bergen in Zentralaustralienca. Gemeinsam mit dem 30 km entfernten Uluṟu (Ayers Rock) werden sie vom Uluṟu-Kata-Tjuṯa-Nationalpark umschlossen. Der höchste Fels, der Mount Olga, ragt 564 m aus der Umgebung heraus (1.069 m).)



Dort waren wir natürlich mal wieder Wandern :).
Und danach kam dann der Kings Canjon.

(Die Felswände des Kings Canyon bestehen aus rotem und gelbem bis weißem Sandstein. Die Wände des Canyons sind teilweise über 300 m hoch. Der Sandstein, dessen rote und gelbliche Farbe aus Eisenoxiden resultiert, ist stark kleinteilig zerklüftet und bildet interessante Strukturen aus unterschiedlichen Farben und Zeichnungen. Erosion von Sonne und Wind mit Sand hinterlässt verrundete Formen.)


 Mal wieder irre heiß. Viele Wege waren auch wegen der Hitze gesperrt.




Nach diesen drei kulturellen Tagen sind wir dann weiter  nach Alice Springs gefahren. Der Weg war wiedermal geprägt von Eintönigkeit, Hitze, Fliegen, Mosquitos, nichtmal Radioempfang und Roadtrains. 

Diese Roadtrains werden einegsetz, um entlegene Städte zu versorgen. Die Längsten, die wir gesehen haben hatten 4 Anhänger, aber die können  wohl bis zu 100m lang sein. 
Wenn wir mit 80 über den Highway tuckern, kommt es schonmal vor, dass uns diese riesen Dinger überholen und es scheint, als würde es kein Ende nehmen ^^.

Ich habe nie so viel Tod auf einem Haufen gesehn, überall liegen tote Viecher am Straßenrand, vor allem Kangaroos und das größte war eine Kuh. Die großen Viecher riecht man schon Kilometer vorher. Pfui.
Aber wir haben auch viele lebenden Tiere gesehen... Kangaroos, Kamele, Wildpferde, wilde Emus, wilde Kühe, ...




Ach und am Wegrand liegen immer wieder ausgebrannte oder kaputte Karren, als wir eine gefunden haben, die genau unserem Van entspricht haben wir uns erstmal reichlich mit nützlichen Ersatzteilen eingedeckt :)



Wahrscheinlich wundert ihr euch, wieso auf den Bildern alles so grün ist... viel grüner, als man von einer Wüste erwarten würde. Als wir verschiedenen Aussis erzählt haben, dass wir ins Outback fahren meinten sie, dass es dieses Jahr ganz anders aussieht, weil es hier im Down Under so viel geregnet hat und viel überschwemmt war. 
Anfangs wussten wir nicht, ob wir das gut oder schlecht finden sollen, weil es eben was besonderes ist, aber wir hätten es lieber so erlebt, wie man es sich vorstellt und auf Bildern gesehen hat. 
War aber auf jeden Fall eine tolle Woche !!

Am Samstag fliege ich von hier nach Brisbane und verbringe dort meine letzten Tage, bis ich am 10. März in den Flieger Richtung Heimat steigen werde :)


Donnerstag, 17. Februar 2011

Wandern in den Grampians

 Gaaaanz oben 

 Schnipp schnapp Haare ab... Wurde sogar ganz gut ^^

 Für die erfahrenen Wanderer ^^



Wir haben eine 6 Stunden Wanderung gemacht und hatten einen Höhenunterschied von 400m, teilweise Klettern :)

Freitag, 11. Februar 2011

Neuer Job - Kühe eintreiben und melken

Oh man, dass ich in Australien Kühe melken werde hätte ich auch nie gedacht... Hier die story, wie es dazu kam:
Letzten Freitag saßen wir hier in dem kleinem Kaff auf dem Rastplatz rum und haben grad BBQ gemacht, als die ganzen Dorfmänner auf dem Weg zur Kneipe vorbeikamen. Als sie erfuhren, dass wir deutsch sind, wollten sie mit uns Bier trinken gehen. Also sind wir zusammen in die Dorfbar gegangen, wo wir ein Bier nach dem nächsten ausgegeben bekommen haben. Irgendwann bin ich gegen den besten Trinker angetreten und habe gewonnen. Das fand einer der Farmer ganz toll und hat uns ein Ticket für ein Veranstaltung am nächsten Abend gekauft. Für dieses Ticket konnten wir umsonst Trinken und Essen und auch noch 4000$ gewinnen.
Getrunken und gegessen wurde reichlich, aber die 4000 gingen an jemand anderen. Ein weiterer Grund hinzugehen war für uns, dass auch die ganzen Farmer dort sein werden, die wir nach einem Job fragen können. Und tatsächlich haben wir einen kennengelernt, der für die nächste  Woche noch unterstützung gesucht hat. Am nächsten Tag hat er uns abgeeholt und gezeit, wie alles funktioniert und noch ein Tag später konnten wir anfangen :)














Samstag, 5. Februar 2011

Reiseroute

Hier seht ihr gaaanz grob, wo ich schon war und welche strecke ich zurückgelegt habe.
Das Größenverhältnis zu Europa ist gut zu erkennen

Mittwoch, 2. Februar 2011

Irgendwo zwischen Melbourne und Adelaide

Wir sind nun seit Montag in einem Kaff, dessen Namen ich nicht mal kenne. Eigentlich wollten wir nur zwei Nächte bleiben, bis unsere TÜV-Bescheinigung in der nächsten großen Stadt bei der Post ankommt.
Als wir dann mal hier tagsüber auf dem Rastplatz rumsaßen und Wenzel ein paar Liegestützen gemacht hat kam ein Farmer und hat ihn gefragt, ob er Arbeit bräuchte. Nun hat er heute bei ihm 10 Stunden lang einen Zaun eufgebaut und 200$ verdient.... (so viel hatten wir nicht mal nach 5 Tagen Orangen ernten).
Morgen kann er dort noch mal arbeiten. So viel Glück muss man erst mal haben.
Als er heute dort war hat er andere Arbeiter gefragt, ob die jemanden kennen, der einen Job für zwei Mädchen hätte und einer kannte tatsächlich jemanden, der Hilfe gebrauchen könnte... Irgendwas mit Kartoffeln oder so.
Wir erfahren dann morgen, ob wir ein paar Tage arbeiten können :).
Da kommt man einfach so in ein Gott verlassenes Dörfchen und die Arbeit wird einem einfach vor die Füße gelegt :)

Hier sind ein paar Bilder von unserem "Privat-Rastplatz":
 Hinten steht  mein Zelt, schön unterm Dach geschützt und in der Mitte ein Grill.

 An diesem tag gab es Kartoffeln, Kürbis, Zwiebeln, Karotten und Knoblauch... sehr gesund :)

Das ist unsere portable Dusche. Der Wassersack ist am Straßenschild befestigt und 20 l reichen dicke zum Duschen.... vor allem, wenn das Wasser arschkalt ist. Der erste hat immer warmes Wasser, weil es den ganzen Tag im schwarzen Sack in der Sonne liegt, aber das reicht eben nur für einen...

Ich bin gespannt, wann wir dieses kleine, unbekannte Örtchen wieder verlassen

Montag, 31. Januar 2011

Great Ocean Road

Nach einem kurzem Nickerchen gings los zur Great Ocean Road.


 Die berühmten zwölf Aposteln, hier zu sehen sind sechs davon. Einige sind schon zusammengebrochen. Im Vordergrund sind die Reste einer Apostel zu sehen, die sich 2004 verabschiedet hat.

 Versteckte Buchten 




Nun sitze ich hier auf einem Rastplatz direkt neben einem Fluss, der ziemlich überflutet war.
 Als wir in das Dorf reinfuhren lagen überall noch diese Sandsäcke, werden wohl demnächst wieder eingesammelt.

Die Brücke und das Land herum sind ziemlich mitgenommen. 
Wir haben uns in verschiedenen Infocentern bezüglich der Überflutungen informiert und sind hier unten am Meer sicher. Bald fahren wir in einen Nationalpark weiter im Inland, welcher vor einer Woche überflutet war, aber nun  wieder sicher ist. 
Mama, ich habe einen Ranger auf diesen neugebildeten See in Victoria angesprochen und er meinte, das stimme tatsächlich, ist aber fast 1000 km weiter nördlich. Also keine Angst :)

Freitag, 28. Januar 2011

Melbourne

Ich hatte nun 3 schöne Tage hier in Melbourne und heute Abend gehts weiter über die Great Ocean Road nach Adelaide.
The Great Ocean Road is one of world's most scenic coastline roads.

It stretches along the south-eastern coast between the Victorian cities of Torquay and Warrnambool and includes the world-famous Twelve Apostles, the Otways rainforest, various beaches and lookouts, resort towns like Lorne or Apollo Bay, and the historic villages of Queenscliff, Port Campbell, Port Fairy and Portland.

Samstag, 22. Januar 2011

Neuer Job - Orangenpicken

Hier erstmal ein paar Bilder von unterwegs:
 Erschöpft vom Arbeitsuchen

 Schöne Restarea von Flüssen umgeben mit Feuerstelle

 Abends wird es manchmal etwas kalt 

 Mein kleines Zuhause, jeden Abend aufbauen und morgens wieder abbauen. Habe inzwischen sogar ein Kissen und 3 Matten zum unterlegen.

 So wird das Teewasser ganz schnell ganz warm 

 So duscht/badet man, wenn keine Dusche oder sanitäre Anlage in der Nähe ist.

Ganz frisch... oder so ;)

Während den 4 Tagen  nach dem Ende unseres WWOOF-Aufenthalts haben wir kräftig nach Arbeit gesucht, tausend telefonnummern angerufen und noch tausend mehr bekommen zum anrufen. Alle waren sehr hilfsbereit. Wir haben  eine Farm nach der nächsten abgeklappert und in jeder Fabrik nach Arbeit gefragt... sogar in einer Schlachterei. 
 Auf einer Pfirsichfarm hat uns die Farmerin eine ganze Kiste Pfirsiche geschenkt :)

 rieeeesige Apfelfarmen

... und Weingüter
Die Apfelsaison hatte noch nicht angefangen, die Beerenfarmen haben niemanden gesucht und die Trauben werden erst ab Anfang Februr gepflückt. Auf dem Bau wollen sie keine Mädchen, beim Schlachter muss man einen Bluttest machen, von dem man das Ergebnis erst nach 2 Wochen bekommt und und und...
Nach 4 Tagen sind wir dann hier im Citrusgebiet angekommen und haben auf einer Orangenfarm einen Job gefunden. Die Arbeit ist wieder pro Anzahl der Körbe bezahlt, wie bei den Tomaten. Man bekommt 24 $ für einen großen Korb und ich brauche ca 3 stunden um einen zu füllen. Also gutes Geld ist das nicht, aber man kann 7 Tage die Woche 12 Stunden arbeiten.... man könnte... denn bei 50°C braucht es am Nachmittag ziemliche überwindung und man wird immer langsamer und langsamer. Die Säcke, die man füllt hängen einem vorm Bauch, damit klettert man dann die Leitern an dein Bäumen hoch und wenn er voll ist und man läuft fühlt man sich wie schwanger ^^.Viele viele tausend Säcke ergeben dann einen Korb ^^.
Das beste an der Arbeit ist, dass wir hier auf der Farm für 35$/ Woche zu dritt stehen können und ein Bad, Wasser und Strom haben.Außerdem haben wir unseren eigenen Tracktor mit Anhänger  und können uns unsere Arbeitszeiten selber einteilen.
Wir wollen das aber nur 5 Tage durchziehen und dann weiterfahren Richtung Melbourne. Im Moment sind wir in der Nähe von Leeton und morgen ist der 4. Arbeitstag.

 Unser Bad mit Dusche hinten links, Toilette hinten rechts und Waschmaschine hinten mitte ;)


 Mittagessen in der Hütte. Links sieht man so einen "Korb" gefüllt mit Orangen 

 Unser Traktor ^^

 Mit unserer neuen Hauskatze.... so jung und klein wie Lilli, als wir sie frisch hatten :)

 Mittags total erschöpft

 50°C in der Sonne 

Das Bad :)

Zum Glück haben wir Kerzen... mit Orangenduft um uns auf den nächsten Tag einzustimmen ;)
Danke Mama!!
 Morgens ist es schwer aufzusstehen. Die Sonne ist gerade erst aufgegangen und man soll, ohne was zu sehen, weil die Augen zu verquollen sind, tonnenweise Orangen pflücken.
Juhu!